Zuletzt aktualisiert: 18. Mai 2026

Was wir prüfen. Und warum.

Du bekommst mit dem Buntdigital-6D-Score in einer Zahl gezeigt, wo deine Website abmahn-anfällig ist, wie schnell sie auf dem Smartphone lädt und ob ChatGPT, Perplexity und Claude sie als Quelle nutzen. Wir bewerten sechs Dimensionen. Compliance und AI-Lesbarkeit zählen je 20 Prozent, weil sichtbare Antworten und Rechtssicherheit aktuell die stärksten Hebel für KI-Zitate und gegen Bußgelder sind.

Die sechs Dimensionen auf einen Blick

Sortiert nach Hebel-Stärke: zuerst die beiden 20-Prozent-Dimensionen, dann die vier 15-Prozent-Bausteine. Tippe oder klicke eine Zeile an, um direkt zu den Details zu springen.

20 % Gewichtung · die schärfsten Hebel
15 % Gewichtung · die wichtigen Bausteine

Warum diese Gewichtung?

Zwei Dimensionen zählen je 20 Prozent, vier je 15 Prozent. Hier die Begründung, kurz und sachlich.

AI-Lesbarkeit · 20 Prozent

Die fünf großen KI-Antwort-Systeme zitieren laut searchVIU den sichtbaren Antwort-Text, nicht primär das versteckte Schema. Eine Ahrefs-Studie über 1.885 Seiten zeigt für FAQPage-Schema nur 2,4 Prozent zusätzliche Klicks.

Praktische Folge: Wer nur Schema-Code nachrüstet, gewinnt fast nichts. Wer den sichtbaren Text in Frage-Antwort-Form umbaut, landet in den 100 Wörtern, die ChatGPT zitiert.

BFSG · 20 Prozent

Seit 28. Juni 2025 abmahnfähig. Direkter rechtlicher und finanzieller Schmerzpunkt mit höherer Eintrittswahrscheinlichkeit als die anderen Compliance-Themen.

Praktische Folge: Eine BFSG-Lücke kann mehr kosten als ein Jahr Website-Pflege.

Restliche vier · je 15 Prozent

KI-Sichtbarkeit, Geschwindigkeit, Schema.org und DSGVO sind wichtig, aber jeweils nicht der allein-entscheidende Treiber.

Praktische Folge: Vier mal 15 Prozent ergeben in Summe 60 Punkte vom Gesamtscore. Werden alle ignoriert, fehlt am Ende über die Hälfte. Wer einzelne optimiert, hat überschaubaren Hebel.

Die sechs Dimensionen einzeln

Jede Dimension wird im Score auf eine eigene Punktzahl heruntergebrochen. Unten siehst du je Block, was wir prüfen, warum, sowie ein Beispiel für einen guten und einen schlechten Wert.

01 · KI-Sichtbarkeit (AEO) Gewichtung 15 Prozent

Was wir prüfenllms.txt im Root, robots.txt-Zugang für KI-Crawler (GPTBot, ClaudeBot, PerplexityBot), semantische HTML-Struktur, Author-Schema, Topical-Authority-Signale.

WarumOhne diese Bausteine erkennen KI-Antwortmaschinen die Seite nicht als verlässliche Quelle. Klassisches SEO reicht nicht, weil KI-Systeme eigene Zugangs-Regeln haben. Praktische Folge: Wenn ein potenzieller Kunde ChatGPT statt Google fragt, taucht dein Wettbewerber in der Antwort auf oder niemand.

Guter Wertllms.txt vorhanden, drei wichtige KI-Bots zugelassen, Author-Schema mit @id-Referenz.

Schlechter WertKeine llms.txt, GPTBot in robots.txt geblockt, Inhalte erst nach JavaScript-Render sichtbar.

Mehr dazu im AEO-Guide

02 · Geschwindigkeit (Core Web Vitals) Gewichtung 15 Prozent

Was wir prüfenLCP (Largest Contentful Paint), INP (Interaction to Next Paint), CLS (Cumulative Layout Shift). Mit Mobile-Throttling, weil 70 Prozent KMU-Traffic mobil ist.

WarumGoogle bewertet diese Werte direkt im Ranking. Bei einer Seite mit drei Sekunden Ladezeit springt mehr als die Hälfte der mobilen Besucher ab, bevor die Seite überhaupt aufgebaut ist. Anders gerechnet: Von 100 Anzeigen-Klicks zahlst du für 53, die nichts gesehen haben.

Guter WertLCP unter 2,5 s, INP unter 200 ms, CLS unter 0,1.

Schlechter WertLCP über 4 s, INP über 500 ms, CLS über 0,25 mit sichtbaren Layoutsprüngen.

Mehr dazu zu Core Web Vitals

03 · Schema.org Gewichtung 15 Prozent

Was wir prüfenOrganization, LocalBusiness, Person mit @id, FAQPage, BreadcrumbList, Speakable. Validität über den Schema.org-Validator, also keine Fehler und keine Warnungen.

WarumStrukturierte Daten helfen Google im Knowledge Graph und sind ein sekundäres Signal für KI-Antwortmaschinen. Schema allein bringt keine KI-Zitate, denn der sichtbare Text bleibt der Hebel (siehe Dimension 4). Praktische Folge: Ohne saubere Organization- und Person-Auszeichnung weiß Google nicht, dass du der Anbieter und nicht der Wettbewerber bist, und das Knowledge-Panel bleibt leer.

Guter WertOrganization + LocalBusiness + Person mit @id, FAQPage validiert, Speakable auf BLUF und ersten FAQ-Antworten.

Schlechter WertKeine strukturierten Daten oder veraltete itemtype-Mikroformate, Schema-Fehler im Validator.

Mehr dazu zu Schema.org

04 · AI-Lesbarkeit Gewichtung 20 Prozent

Was wir prüfenSichtbare Frage-Antwort-Struktur (H2 als Frage, BLUF als Antwort darunter), Lead-Sätze pro Absatz, Listendichte, Flesch-Lesbarkeit nach Toni Amstad (deutsche Variante).

WarumDie searchVIU-Auswertung zeigt: KI-Antwort-Systeme zitieren primär den sichtbaren Text. Die Ahrefs-Studie zu FAQPage-Schema bestätigt nur 2,4 Prozent Klick-Effekt, der Hebel sitzt also im Text, nicht im Markup. Praktische Folge: Hier entscheidet sich, ob deine Aussagen in den 100 Wörtern landen, die ChatGPT vorliest, oder im Daten-Friedhof darunter.

Guter WertH2 als Frage formuliert, erste zwei Sätze beantworten direkt, kurze Listen mit drei bis fünf Punkten, Flesch über 60.

Schlechter WertMarketing-Wand-of-Text ohne Fragestruktur, Lead-Sätze fehlen, Flesch unter 30 („Beamten-Deutsch").

Vertiefung folgt im Schema-Mythos-Blog-Post

05 · DSGVO Gewichtung 15 Prozent

Was wir prüfenExterne Google Fonts (Datenübertragung in die USA), Tracking-Skripte ohne Einwilligung, Impressum-Vollständigkeit, Datenschutzerklärung sichtbar, Drittland-Transfers offengelegt.

WarumDSGVO-Verstöße sind die häufigste Abmahn-Ursache für KMU-Websites. Kosten pro Abmahnung in der Regel 500 bis 2.500 Euro plus Anwaltskosten. Praktische Folge: Eine Abmahnung trifft dich nicht „irgendwann", sondern kommt per Brief und blockiert dein Team an dem Tag, an dem sie aufschlägt.

Guter WertEigenes Font-Hosting, kein Tracking ohne Single-Opt-in, vollständiges Impressum, Datenschutzerklärung aktualisiert.

Schlechter WertExterne Google Fonts, Facebook Pixel ohne Banner, US-CDN ohne Auftragsverarbeitungsvertrag.

Mehr dazu zu Cookies und DSGVO

06 · Barrierefreiheit (BFSG) Gewichtung 20 Prozent

Was wir prüfenAlt-Texte auf Bildern, Kontraste nach WCAG 2.1 AA (mindestens 4,5:1 für Fließtext), Tastaturnavigation, Heading-Hierarchie, ARIA-Labels, sprachliche Auszeichnung (lang-Attribut).

WarumSeit 28. Juni 2025 abmahnfähig. Betrifft viele KMU, die digitale Dienstleistungen oder E-Commerce anbieten. Bußgelder bis zu 100.000 Euro sind möglich. Praktische Folge: Eine einzige BFSG-Lücke kann teurer werden als die komplette Website-Pflege eines Jahres.

Guter WertAlt-Texte konsistent, Kontrast 4,5:1 oder besser, vollständige Tastaturnavigation, ARIA-Labels auf Buttons und Eingabefeldern.

Schlechter WertBilder ohne Alt-Texte, Kontrast unter 3:1, Buttons ohne Label, keine Sprachauszeichnung.

Mehr dazu zum BFSG
BFSG-Check: Selbst-Test starten

Was unser Score NICHT prüft

Damit du eine klare Erwartung hast, wofür der 6D-Score taugt und wofür nicht:

  • Wir prüfen keine Backlinks. Das ist klassisches SEO-Tool-Territorium (Ahrefs, Semrush).
  • Wir prüfen keine HWG-Verstöße in Bildern oder Texten. Das bleibt ein manueller Audit für Heilberufe.
  • Wir prüfen kein inhaltliches Content-Mapping zu Buyer-Personas. Das ist Strategie-Arbeit, kein Tool-Job.
  • Wir prüfen keine Verfügbarkeit oder Uptime. Dafür gibt es spezialisierte Monitore.

Wie reproduzierbar ist der Score?

Bei identischen Eingaben liefert der Worker reproduzierbare Werte. Tageszeit-abhängige Performance-Schwankungen können den Geschwindigkeits-Score um ein bis zwei Punkte beeinflussen. Im Zweifel empfehlen wir, zweimal im Abstand von einer Stunde zu prüfen und den Mittelwert zu nehmen.

Häufige Fragen zur Methodik

Zehn Fragen, die uns am häufigsten zu Score und Vorgehen gestellt werden. Antwort steht jeweils zuerst, Details folgen.

Welche Daten landen bei euch, wenn ich meine Domain prüfe?

Nur die URL, die du eingibst, plus die HTML-Antwort deiner Seite. Die Prüfung läuft auf einem Cloudflare-Worker mit Endpunkt in Deutschland. Wir speichern nichts ohne deine ausdrückliche Zustimmung.

Wenn du den ausführlichen HTML-Bericht per E-Mail bekommen möchtest, gibst du deine E-Mail-Adresse über ein Single-Opt-in-Formular ein und kannst dich jederzeit mit einem Klick abmelden.

Schema.org galt jahrelang als wichtigster SEO-Hebel. Warum gewichtet ihr es niedriger als AI-Lesbarkeit?

Schema bleibt wichtig, aber der Hebel hat sich verschoben. Eine searchVIU-Auswertung der fünf großen KI-Antwort-Systeme zeigt, dass diese den sichtbaren Antwort-Text zitieren, nicht primär das versteckte Markup. Eine Ahrefs-Studie über 1.885 Seiten kommt bei FAQPage-Schema auf nur 2,4 Prozent zusätzliche Klicks.

Wer den sichtbaren Text in Frage-Antwort-Form umbaut, landet in den 100 Wörtern, die ChatGPT zitiert. Wer nur Schema nachrüstet, gewinnt fast nichts. Schema bleibt im Score, aber unterhalb der 20-Prozent-Marke.

Kann ich den Score selbst nachvollziehen?

Ja. Jeder Wert im Bericht hat eine Quelle, die du selbst prüfen kannst: Core Web Vitals über Google PageSpeed Insights, Schema über den Schema.org-Validator, DSGVO und BFSG über sichtbares HTML und Header. Die Methodik auf dieser Seite zeigt für jede Dimension, was wir konkret prüfen und woran wir es messen.

Wie oft sollten wir prüfen?

Einmal pro Quartal ist ein guter Rhythmus. Werte können sich verändern, wenn Plugins, Drittanbieter-Skripte, Bilder oder neue Inhalte dazukommen. Nach jeder Website-Renovierung lohnt sich ein Vorher-Nachher-Vergleich, um den Erfolg sichtbar zu machen.

Mein Score liegt bei 65. Ist das gut, ausreichend oder dringend?

65 liegt im typischen Korridor optimierter WordPress-Seiten und im durchschnittlichen Bereich. Konkret heißt das: Basics sind da, aber zwei bis drei Hebel sind ungenutzt.

Welche das sind, zeigt die Aufschlüsselung pro Dimension. Wir empfehlen, sich zuerst die beiden 20-Prozent-Dimensionen anzusehen (AI-Lesbarkeit und BFSG), weil dort der größte Hebel liegt.

Bewertet ihr auch internationale Websites?

Technisch funktioniert die Prüfung für jede öffentlich erreichbare Website. Die Compliance-Dimensionen DSGVO und BFSG sind allerdings am deutschen und EU-Rechtsraum kalibriert. Für Websites außerhalb des EU-Rechtsraums sind die Score-Werte in diesen beiden Dimensionen weniger aussagekräftig.

Funktioniert das auch für WordPress, Wix und Shopify?

Ja. Wir analysieren das ausgelieferte HTML, die HTTP-Header und Performance-Daten, unabhängig von der Technologie dahinter.

Erfahrungsgemäß landen Wix und Squarespace meist im Bereich 35 bis 55, Standard-WordPress 40 bis 65, optimiertes WordPress 65 bis 85, statisches HTML mit Schema-Markup 85 bis 100. Die Tendenz ist klar, jede Website ist trotzdem individuell.

Wie unterscheidet sich der 6D-Score von Google PageSpeed Insights oder Lighthouse?

Lighthouse misst vier technische Bereiche: Performance, Accessibility, Best Practices, SEO. Der 6D-Score baut darauf auf und ergänzt drei Dimensionen, die Lighthouse nicht prüft: KI-Sichtbarkeit (AEO), AI-Lesbarkeit des sichtbaren Texts und deutsche Compliance (DSGVO-Tracker-Check, BFSG-konkret).

Beide Tools ergänzen sich. Lighthouse ist die technische Pflicht, der 6D-Score liefert die geschäftliche Kür.

Was passiert, wenn ich keinen Score-Bereich verbessere?

Nichts. Der Check ist ein Diagnose-Tool, kein Vertragsangebot. Du bekommst die Werte, das, was du daraus machst, ist deine Entscheidung.

Viele Selbstständige nutzen den Score nur als Standortbestimmung und entscheiden später, ob sie mit uns, einem anderen Webdesigner oder selbst weiterarbeiten.

Lohnt sich der Aufwand für eine Website mit drei Besuchern am Tag?

Compliance-Pflichten wie BFSG und DSGVO gelten unabhängig von der Besucherzahl. AEO-Investitionen lohnen sich, wenn Sichtbarkeit in KI-Antworten ein Geschäftsziel ist.

Bei einer reinen Visitenkarten-Website ohne Kundenakquise-Anspruch reicht oft, die Compliance-Lücken zu schließen und sonst nichts zu tun.

Wie geht es weiter?

Drei Wege, je nach dem, wo du gerade stehst.